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[ Inhalt ]Ausgabe #495 vom ..
Rubrik Live - Musik spüren

Green On Red in Hamburg (Foto: Helge Buttkereit)

Green On Red, 19.7.2006, Hamburg, Knust

Americana-Rock-Comedy

Er steht da wie bestellt und nicht abgeholt. Mit den Zuschauern der ersten Reihe verhandelt er, ob sie die Bühne bei der Gluthitze im Hamburger Juli nicht besser draußen aufbauen wollen. Nein, es gehe noch nicht los, versichert er mehrfach. Auch wenn er der Sänger der Band ist, die sich gerade selber ihre Instrumente stimmt und schon eine ganze Weile dort oben rumsteht, Dan Stuart braucht noch einen richtigen Anfang. Es gibt also noch einmal 'Licht aus, Spot an'. Das aber nützt kaum etwas. Immer noch wirken die fünf wie eine Kneipen-Kombo. Anti-Popstars der besten Sorte.
Dann aber legen sie los. Und natürlich: Keine Kneipen-Kombo auf der ganzen Welt kann so großartig rocken wie Dan Stuart, Chuck Prophet, Chris Cacavas und Jack Waterson. Green On Red sind zurück, spielen die alten Songs und haben Spaß. Auch daran, sich immer wieder selbst durch den Kakao zu ziehen. Das ist auch nötig. Die Songs sind teilweise über zwanzig Jahre alt. Da passt nicht mehr alles. Wenn Stuart seinen nasalen Gesang anstimmt, Prophet in seine Solos versinkt, Cacavas die Orgel ertönen lässt und Waterson auf engstem Raum mit dem Bass Tänze vollführt, dann ist sie wieder da: Diese Stimmung aus den 1980ern. Die meisten im Saal tauchen ein in ihre Jugendzeiten. Zumindest für diesen Abend gilt "Time ain't nothing/ When you're young at heart/ And your soul still burns/ I've seen rainy days/ Sunshine that never fades/ All through the night'.
Ob "The Drifter", "Clarkesville", "Gravity Talks" oder die letzte Zugabe "Don't Shine Your Light On Me": Alle im überhitzten Knust gehen mit. Wer weiß schon, ob und wann diese großartige Band noch einmal wiederkehren wird. "See you in the next decade", sagt Stuart zum Schluss. Na hoffentlich nicht. Das dauert wieder zu lange. [hb]


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