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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #709 vom 02.05.2011
Rubrik Neu erschienen

Tamikrest "Toumastin"

Desert Blues – schönes von der zweiten Generation
(CD, LP; Glitterhouse)

Wer den Chicago-Blues über alles liebt, erwartet nicht, dass ein Vertreter dieser Spielart plötzlich klingt wie die Jon Spencer Blues Explosion. Evolution ist in solchen Fällen gefragt, nicht Revolution. Mit dem sogenannten Desert Blues der Tuareg verhält es sich genauso. Das Umfeld seiner Interpreten ist – im weitesten Sinn – mit dem des Chicago-Blues (des Zydeco, des Tex-Mex oder der Cajun-Musik) vergleichbar.
In den 1980er-Jahren entwickelt – die in einem libyschen Militärcamp gegründeten Tinariwen gelten als Vorreiter – führen Gruppen wie Tamikrest und Toumast die noch junge Stilrichtung des Desert Blues weiter. Auch Tamikrest verbinden die bluesige E-Gitarre mit traditionell wirkenden Melodien und Chorussen. Ihre Lieder sind durchweg langsam, sanft und gleichförmig fließend. Ihre Gleichförmigkeit ist ebenso reizvoll wie die eigenwillige Spielart des Blues.
Der Gesang des Bandleaders Ousmane Ag Mossa ist durchweg rau, und auch seine Texte stehen in der Tradition seiner Vorfahren. Er besingt seine Liebe zur Natur, ruft seine Landsleute auf, sich endlich gegen die Unterdrückung zu wehren und bringt – natürlich – auch Liebeslieder.
Die Musik von Tamikrest soll offensichtlich auch identitätsstiftend sein. Aber selbst wenn Ousmane Ag Mossa an die Freiheitsbestrebungen und die Tradition der nomadisierenden Tuareg appelliert, sind seine Texte poetisch und nicht agitatorisch. Den für den Desert Blues charakteristischen Klang seiner Gitarre akzentuiert er mitunter subtil mit einem Wah-Wah-Effekt. So fügt er dem vertrauten Klang seiner Lieder eine neue Nuance hinzu.
Wie bei westafrikanischer Musik, die auch in unsere Breitengrade gelangt, üblich, fungierte ein westlicher Musiker als Geburtshelfer des zweiten Tamikrest-Albums: Als Produzent zeichnet wiederum Chris Eckman. Der Kopf der Walkabouts, der auch das letzte Album des großartigen malischen Blues-Gitarristen Lobi Traoré produzierte, hat Tamikrest beim Festival au Désert kennengelernt, das jedes Jahr in der Nähe von Timbuktu (Mali) abgehalten wird. Die gemeinsamen Jam-Sessions abseits der Bühne haben zu einer längerfristigen Zusammenarbeit geführt. [noi:@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus spteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a119587


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