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[ Inhalt ]Ausgabe #471 vom ..
Rubrik Neu erschienen

My Morning Jacket "Z"

Indie-Soul-Prog-Rock – im Zeichen des Z
(CD, LP; ATO/RCA)

Öde Industrieanlagen neben der Zucht reinrassiger Pferde, südstaatlicher Romantizismus auf der einen Seite, nordstaatliche Progressivität auf der anderen – so charakterisiert Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jim James die hybride Atmosphäre von Louisville, Kentucky, der Heimatstadt von MMJ. Zwischen diesen Polen bewegt sich auch die Musik der mittlerweile an Keyboards und zweiter Gitarre umbesetzten Band. Zudem wollte man für das neue Album eine Art traurig-mysteriöse Musik kreieren, die gleichzeitig zum Nachdenken wie zum Tanzen anregt, ohne dabei klassischen Soul zu imitieren.
Ob der rätselhafte Titel "Z" Allegorien zu Fritz Langs "M", dem größenwahnsinnigen Wissenschaftler Zyklotrop in den 'Spirou & Fantasio'-Comics von Franquin oder zu Zorro wecken will? Jedenfalls dreht sich auch bei MMJ vieles um Entfremdung: "So much goin' on these days/ Forget about instinct/ It's not what pays..." lauten gleich die ersten Zeilen des Openers "Wordless Chorus". In einer reduzierten Ballade wie "Knot Comes Loose" können James' fragiles Falsett und Songwriting an die rustikale Folk-Seite von Neil Young erinnern, während die überwiegend längeren, komplex angelegten Songs mit Gästen wie Andrew Bird oder M. Ward eher experimentelles Terrain ansteuern – vage vergleichbar mit Wilco oder Radiohead (deren Produzent John Leckie prompt hier mit an den Reglern saß): dezente Elektronik, zeitweilig losbrechende Gitarren-Wände, die Mini-Opern-hafte Dramatik der Who oder die surreale Opulenz der Flaming Lips – all das geht auf "Z" Hand in Hand. Ganz schön britisch für Amis, und definitiv ein interessantes Album, das in vielen Bestenlisten des noch frischen Jahres 2006 ganz weit oben notiert sein wird – obwohl die deutsche Veröffentlichung gegenüber der internationalen mal wieder eklatant hinterherhinkt. [bs: @@@@]



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