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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #532 vom 30.04.2007
Rubrik Frisch aus den Archiven

Sounds From A Bygone Age

Der Erfolg von DJ Shantels "Bucovina Club" auf Dauertour durch die Clubs oder auch anderer Kompilationen wie "Balkan Beat Box" spiegeln das gewachsene Publikumsinteresse an osteuropäischer Folklore wieder.
Das Label von Fanfare Ciocărlia pflegt mit der bereits mehrfach ausgezeichneten Reihe "Sounds From A Bygone Age" das kulturhistorische Vermächtnis vom Vergessen bedrohter Pioniere der Lautarimusik. Hier entsteht eine mit Hintergrundinformationen ansprechend gestaltete Sammlung seltener Aufnahmen legendärer Zigeunermusiker, die erstmals international veröffentlicht werden, bevor womöglich die letzten Zeitzeugen verstummen.
Wer tiefer in die Historie der Balkanmusik dringen und sich eingehender mit deren Wurzeln beschäftigen mag, der sei exemplarisch auf die beiden jüngsten Veröffentlichungen hingewiesen. [bs]


Toni Iordache "Sounds From A Bygone Age · Vol. 4"

World/Rumänien/Gypsy – Archivaufnahmen erinnern an den Meister des Zimbalon
(CD; Asphalt Tango)

Der 1942 in Bildana, einem Dorf in der Nähe von Bukarest, geborene Toni Iordache war der unbestrittene Meister des Zimbalon (auch: Tambal, Tzimbel, Cymbalum Tzimbalom oder Dulcimer, Hackbrett). Während der Zeit des 'Eisernen Vorhangs' war der virtuose Hochzeitsmusiker, der in seinen komplexen Soli die atemberaubende Geschwindigkeit von 25 Anschlägen pro Sekunde erreichen konnte und dennoch vor allem als begnadeter Ensemblespieler glänzte, eine Art Exportschlager seines Landes: Mit den staatlichen, rumänischen Folklore-Ensembles tourte er durch Europa, die USA und Asien. Zu den zahlreichen Verehrern seiner Kunst zählte auch sein Landsmann, der weltberühmte Dirigent Sergiu Celibidache.
1988 starb Toni Iordache an den Folgen einer Diabetes-bedingten Beinamputation. Diese Zusammenstellung lässt 14 seiner wichtigsten Aufnahmen während der 1960er/70er Jahre Revue passieren, u.a. mit den Lautari-Sängerinnen Gabi Lunca und Romica Puceanu. [bs: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Dona Dumitru Siminica "Sounds From A Bygone Age · Vol. 3"

World/Rumänien/Gypsy – World/Rumänien/Gypsy – Archivaufnahmen erinnern an den einzigartigen Falsettsänger
(CD; Asphalt Tango)

Der berühmte Falsettsänger wurde 1926 in Targoviste geboren, einem provinziellen Dorf, aber gleichzeitig Heimstatt vieler Lautari-Musiker unweit von Bukarest. Die verstörend androgyne Singstimme von Dona Dumitru Siminica war prädestiniert für die Interpretation der tieftraurigen Trink- und Liebeslieder, die musikalische Einflüsse sowohl der griechischen als auch der türkischen Kultur zu einer Art rumänischem Blues vereinten.
Die hier versammelten 13 Aufnahmen stammen aus den frühen 1960er Jahren; auf ihnen wird der Sänger meist von Tzambal, zwei Akkordeons und Bass begleitet. Viele der Lieder waren so sehr mit der einzigartigen Stimme von Dona Dumitru Siminica verbunden, dass nach seinem Tod in den frühen 1980er Jahren kaum jemand auch nur versuchte sie zu singen. Das zweite Stück dieser Zusammenstellung, "Cine Are Fata Mare", hatte Goran Bregovic anfang der 1990er Jahre als Filmmusik verwendet. [bs: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


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