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[ Inhalt ]Ausgabe #545 vom ..
Rubrik Texte - lesen oder hören

Alfred Döblin / Kai Grehn "Die Geschichte vom Franz Biberkopf"

Hörspiel nach dem Roman "Berlin Alexanderplatz" – Die Geschichte eines Scheiterns wider Willen in einer Zeit ohne Richtung
(CD; Patmos)

Rolf Vollmann schreibt in seinem "Roman-Navigator" über den Welterfolg des ersten deutschen Großstadtromans "Berlin Alexanderplatz": »Manche großen Bücher brauchen keinen Stil. Dies ist das stilloseste Buch, das wir haben. Alfred Döblin, der davor in fünf Romanen ebenso viele Versuche in großem Stil angefangen und meistens verloren hat, mischt in dieser Großstadtballade alles, was er schon kann und sonst noch kennt: Werbesprüche, Volkslieder, Bibelgut, Naturkitsch, Bänkelsang, Fallada, Berlinerisch und alles was er von Dos Passos und James Joyce abgelernt hat.«
Alfred Döblin war auch ein begeisterter Radiohörer und so lag es nahe, dass er sich schließlich mit einer Hörspielfassung seines eigenen Romans befasste. Im September 1930 sollte das fertige Hörspiel ausgestrahlt werden, fiel aber aus politischen Gründen (Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Straßenkämpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten) der Zensur zum Opfer.
77 Jahre später und zum 50. Todestag des Autors wurde nun das Originalmanuskript von Kai Grehn mit technischen und stilistischen Mitteln des 21. Jahrhunderts, der Musik von Kai-Uwe Kohlschmidt sowie der der Band Tarwater, neu inszeniert und "Die Geschichte vom Franz Biberkopf", dem Mann der seinen Kopf nicht findet und einen Arm verliert, ins Hier und Heute verlegt. Die stellvertretend genannten Sprecher Andreas Leupold, Andreas Schmidt, Jule Böwe, Astrid Meyerfeldt, Dieter Mann, Otto Mellies, Milan Peschel, Brigitte Grothum und Rolf Zacher sind dabei Genuss pur.
Berlin, Alex: Die Zeit ist eine schwere und die Republik eine zerrissene. Trotzdem will Biberkopf, ein ehemaliger Zement- und Transportarbeiter und törichter Held dieser Geschichte, nach seinem Gefängnisaufenthalt anständig bleiben. Dass er sich dennoch rasch und ausweglos in sein eigenes Schicksal und das der Weimarer Republik verwickelt, liegt an einem persönlichen Mangel, aber noch mehr an dem der herrschenden Umstände. Ein Scheitern wider Willen in einer Zeit ohne Richtung. [gw: @@@@]



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