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[ Inhalt ]Ausgabe #468 vom ..
Rubrik Texte - lesen oder hören

Tilman Röhrig "Ein Sturm wird kommen von Mitternacht"

Hörspiel: Historisches aus der Zeit der Völkerwanderung, liebevoll recherchiert
(4CD; LübbeAudio)

Für Peter Lustigs TV-Kinderserie "Löwenzahn" hat der studierte Schauspieler Tilman Röhrig (*1945) einige Folgen verfasst. In den 1980er Jahren schrieb er erfolgreiche Kindergeschichten rund um "Tina" für den Arena Verlag. Seit seinem Debüt "Die Ballade vom Fetzer" (1973) schreibt er immer wieder historisierende Romane für Lübbe, dank derer er in die Bundesliga deutscher Autoren gehört, die liebevoll recherchierte AAA-Schmöker zu Stande bringen. Röhrigs Einfallsreichtum und Prosa sind auf Augenhöhe mit Frank Schätzing und E.W. Heine.
In seinem jüngsten Werk "Ein Sturm wird kommen von Mitternacht" taucht Röhrig mit uns ein in die ersten Jahrhunderte nach Christus, die Zeit der Völkerwanderung. Der Anfang stürzt uns in medias res: Die kleine Burdungerin Goldrun irrt allein über ein Schlachtfeld am Rhein. Die Hunnen haben ihr Volk überrollt. Ein hunnischer Soldat greift sie auf und entführt das Mädchen als Sklavin in die Nähe des Hofes von Attila. Höfisches Leben und das der unteren Schicht schildert und verwebt Röhrig aufs Packendste. Selbst bis in Details – Hunnen verhandeln hoch zu Pferde und steigen dafür nicht ab – hält sich Röhrig an historisches Wissen und weiß die uns so ferne Welt auch psychologisch plausibel zu schildern.
Für die Hörspielproduktion übernahm der großartige Friedrich Schoenfelder die Rolle des weisen Erzählers. Die wundervolle Angelica Domröse verkörpert die alte Goldrun, die auf ihr bewegtes Leben als Mädchen und Sklavin zurückblickt, hier spricht die hinreißende Marie-Luise Schramm. Attila wird von Jürgen Kluckert (Synchronsprecher für Morgen Freemann) gesprochen, Manfred Lehmann (Bruce Willis) spricht dessen machtversessenen Bruder Bleda. Als höfischen Berater Onegesius hören wir den einzigartigen Jürgen Thormann (Michael Caine). Und so könnte ich durch die rund 40 verschiedenen Rollen gehen und mit Sprecherqualitäten prahlen. Auch die Geräuschkulisse sorgt für ein wahres Hollywood-Spektakel am Ohr. Allein die Musik hätte filigraner sein dürfen; geht es um Gram, sagt eine einsame Fiedel oder Trommel mehr als ein Orchester mit fetten Kontrabässen. Leider spürt man auch die Kürzungen als Tribut ans Hörspielformat.
Dennoch unterm Strich: Brillantes, mehr als vierstündiges Hörkino für kalte Winterabende. [vw: @@@]



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