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[ Inhalt ]Ausgabe #464 vom ..
Rubrik Texte - lesen oder hören

Juli Zeh "Spieltrieb"

Lesung/Hörbuch – Die Ordnung der Welt als verordnete Niedrigkeit oder: Nichts als das Nichts und das Nicht-Nichts
(4CD; Audio Verlag)

In einen alten Teich sprang ein Frosch mit einem Pong-Ton hinein, der die tiefe Stille der Umgebung brach.
Juli Zehs Buch hat 566 denkwürdige Seiten. Ein Erlebnis. Eine Erfahrung. Ein Meisterwerk in deutscher Sprache, wie es schon lange keines mehr gab. Seine Protagonisten wird niemand vergessen. Mit der autorisierten Lesefassung auf vier CDs geht man der Welt fünf Stunden verloren und erfährt eine Erkenntniserweiterung. Juli Zeh ist ganz nahe bei Descartes, Rössler, Houellebecq, Nabokov, Pynchon und Musil. "Spieltrieb" wird von Sascha Icks ("Interzone", "Eifel-Träume") gelesen. Schnell, atemlos, das Rauschhafte fangend, bevor es absentiert. Kolossal.
Zwei unterforderte, hochintelligente Schüler durchschauen die Kulissenspiele an ihrer Lehranstalt und auch jene die rund um den Globus stattfinden. Die Ordnung der Welt als verordnete Niedrigkeit. Bedeutungslosigkeit gewinnt an Bedeutung. Schulalltag ist nicht Feuerzangenbowle, sondern Kampfzone. Ada und Alev beginnen ein eigenes Spiel. Der Einsatz sind sie selbst, Eltern, Lehrer und Mitschüler. Keiner ist böse, keiner ist gut. Alles ist gleich gültig und auch gleichgültig. Es gibt nur das Nichts und das Nicht-Nichts. Die Generation No-Generation passt optimal in eine Welt ohne Moral, ohne Sinn und ohne Werte. Was bleibt, ist menschlicher Spieltrieb. Und über uns der Himmel, darin Sterne. [gw: @@@@]



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