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[ Inhalt ]Ausgabe #441 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Uri Caine, Tim Lefebvre, Zach Danziger "Shelf-Life"

Jazz – grandiose, hybride Stilfältigkeit
(CD; Winter & Winter)

Uri Caine. Klingt nach einem Detektiv der 1930er Jahre mit lockerer Kanone im Schulterhalfter. Klaro, das wäre zu leicht gewesen! Es ist schwer, die Wahrheit zu beschreiben: Uri Caine (*1956) ist Pianist und Komponist. Der aus reichem Hause stammende Jude wurde in seiner Jugend vom französischen Pianisten Bernard Peiffer bestens ausgebildet: Wöchentlich nahmen sie eine Komposition des jungen Caine unter die Lupe, zerpflückten die Strukturen, Harmonien und Melodien und setzen sie neu zusammen. Vier Jahre lang. So lernte Caine mit der Jazz-Theorie zu hantieren; mit späteren Studien füllte er seine Lücken von Klassik über Klezmer bis hin zu Pop. Kein Wunder, dass er als Avantgarde-Jazzer gilt: Zuletzt führte er in Essen seine "Otello Syndroms" auf, ein Ritt quer durch die Musikstile, inspiriert von der bekannten Verdi-Oper. Mit von der Partie in Essen: Tim Lefebvre (b) und Zach Danziger (dr). Und eben jene bilden mit Caine das Trio Bedrock, die Headliner von "Shelf-Life".
Für mich klingen die 17 Tracks wie ein Update von Franz Zappas Jazz-Rock-Werk "Hot Rats" (1970): Sehr bewusst und kontrolliert durchschreitet Caine mit seinen Kumpanen die Felder TripHop ("Steak Jacket", "Murray"), Sesamstraßen-Jazz ("Defenestration"), Psychedelic-Jazz-Rock ("Wolfowitz In Sheep's Clothing") und eine Art 'Straßen von San Francisco'-Sound in "Blakey". Hier und da gespickt mit Elektro-Sounds a la Stockhausen der 1960er Jahre.
Die Kumpanen, das sind unter anderem Ralph Alessi an der Trompete, Bootsie Barnes am Saxophon, Ruben Gutierrez an der Klarinette, DJ Olive an den Electronics, Arto Tuncboyaciyan an der Percussion. Und diese Tracks schlagen mit einer so großen Ideendichte auf die Trommelfelle, dass es eine Freude ist. Wer auf hybride Stilfältigkeit abfährt, wird hier grandios gesättigt. Anspieltipp: "On the Shelf". Toll. [vw: @@@@]



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