Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #359 vom 22.09.2003
Rubrik Tipp der Woche

Warren Zevon "The Wind"

Singer/Songwriter – Großes Vermächtnis des ewigen Zynikers
(CD; Ryko)

"Knockin' On Heavens Door" ist wohl einer der Songs auf einer imaginären, schwarzen Liste mit der Überschrift "Keine Coverversion mehr"! Ausgerechnet diese Dylan-Nummer ist allerdings der einzige, nicht von Zevon selbst geschriebene Song auf "The Wind", und allein diese Wahl ist ein weiteres Indiz für seinen einzigartigen Humor. Als Warren Zevon letztes Jahr erfuhr, dass er an Krebs leide und nur noch drei Monate zu leben hätte, wollte er noch zwei Dinge erledigen: Seine Enkel sehen und dieses Album aufnehmen. Er hatte fast ein Jahr Zeit, beides hat er geschafft.
Schon das Line-up liest sich beeindruckend: Bruce Springsteen, Jackson Browne und David Lindley, die halben Eagles, Tom Petty, Emmylou Harris und Dwight Yoakam, Ry Cooder, Jim Keltner undundund. Die Songs, die Zevon noch in der Schublade hatte und wohl auch die, die er während dieser Zeit geschrieben hat, passen zu all den ungeschliffenen Perlen seiner großen, langjährigen Karriere. "The Wind" ist nicht das Album einer Plattenfirma für das schnelle Geld, sondern der würdige Abschluss einer großen Karriere. Musikalisch ist Zevons 14. Album wohl eins der ausgereiftesten, Songs wie "She's Too Good For Me" oder vor allem "Prison Grove" sind in ihrer Eindringlichkeit Garanten für eine Gänsehaut, und auch wenn Zevon textlich hier versöhnlicher, ja fast romantischer ist als auf den meisten seiner anderen Alben, bringt mich sein Aufruf "Why slow down? Let's party for the rest of the night!" bei jedem Hören zum Lächeln.
"Shadows are falling and I'm running out of breath/
Keep me in your heart for awhile/
If I leave you it doesn't mean I love you any less/
Keep me in your heart for awhile/
When you get up in the morning and you see that crazy sun/
Keep me in your heart for awhile/
There's a train leaving nightly called when all is said and done/
Keep me in your heart for awhile"
singt Warren Zevon auf dem allerletzten Song. Da kann er verdammt sicher sein! [pb: @@@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


URL: http://schallplattenmann.de/a110962


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de