Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ Inhalt ]Ausgabe #348 vom ..
Rubrik Frisch aus den Archiven

Uncle Tupelo "Anodyne"

Americana – Große Songs vorm Auseinanderbrechen – 1993
(CD; Rhino)

Beim vierten Album der Band scheint es fast, dass den Protagonisten klar war, dass es ihr letztes sein würde. Sie packten noch einmal alles hinein, was sie auf den ersten drei Alben entwickelt hatten. Folk-Songs wie "Anodyne" und Rocker wie "The Long Cut" wechseln sich ab, und es klingt auch wieder in gewisser Hinsicht neu. Die Songs wurden live aufgenommen und dafür benötigte man Max Johnston als Multi-Instrumentalisten und John Stirrat am Bass, die zusammen mit dem neuen Uncle-Tupelo-Drummer Ken Coomer die erste Wilco-Besetzung an der Seite von Jeff Tweedy werden sollten. Johnstons Geige verleiht dem Ganzen einen neuen Touch: "Slate" und "Acuff-Rose" die beiden Opener, werden von ihr geprägt und getragen. Musikalisch bedeutete das eine leichte Annäherung an den Stil eines Doug Sahm, dessen "Give Back The Key To My Heart" das einzige Cover auf dem Original-Album war – mit Sahm als Duett-Partner und Gitarristen.
"Anodyne" enthält eine Fülle großartiger Songs: Tweedys "New Madrid" (über die Erdbeben-Hysterie an der gleichnamigen Spalte) oder ein "We've Been Had" (über das verruchte Rock-Business), sowie Farrars "Chickamauga" (über die Unmöglichkeit, die Wurzeln zu verleugnen) oder sein "High Water", das den Bruch der Band vorauszusehen scheint. Allerdings: Dem Album als Ganzes fehlt die Einheit, was man verschmerzen kann. So ist "No Sense In Lovin'" mit der tragenden Steel Gitarre des legendären Lloyd Maines nur insofern die Essenz des Albums, als dass er in seiner Traurigkeit wie ein Abschiedssong der Band wirkt, die ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Albums im Mai 1994 zerbrach.
Das Reissue enthält mit "Stay True" und "Wherever" noch zwei starke eigene Songs. Dazu gibt es drei Cover-Versionen: "Are You Sure Hank Done It This Way?" von Waylon Jennings mit Joe Ely an der Gitarre und am Mikro sowie Live-Aufnahmen von "Truck Drivin' Man" (Terry Fell) und "Suzy Q" (Dale Hawkins), ursprünglich zwei Hits aus den 50ern, die das Album berreichern. [hb: @@@@@]



Permalink: http://schallplattenmann.de/a110653


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de