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[ Inhalt ]Ausgabe #194 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Kafkas "Sklavenautomat"

Independent-Punk mit Anspruch
(CD; Domcore)

Bei dieser CD haben mich schon der Bandname in Kombination mit dem Titel neugierig gemacht. Kafkas sind eine sympathisch unprofessionelle Punk-Band aus Fulda und klingen, als hätten Die Ärzte eine längst verlorene Härte wiedergefunden: Rauh, ungestüm und erstaunlich melodisch. Was "Sklavenautomat“ ausmacht, sind die überdurchschnittlich guten Texte. Die vier Kafkas haben etwas zu sagen, manchmal so viel, dass der Text kaum ins Versmaß der Melodie passt. Die genretypische Revolution wird begründet und Gesellschaftskritik wortgewandt umgesetzt. Allein der dritte Song "Rezessionsevolution" beweist schon im Titel den sprachlichen Einfallsreichtum. Die "Pseudo-Revoluzzer-Kacke", die sie anprangern, lässt die Band hinter sich. In "Seelendiebe“ werden sie sogar ein bisschen poetisch: "Es sind die Menschen ohne Lächeln, die die letzten Farben klauen und das letzte Bunt der Erde wird ein blasses Grau." Die Widersprüchlichkeit von Bandname und Albumtitel ist auf der ganzen CD präsent: Auf der einen Seite rauh und brutal, auf der anderen Seite nachdenklich und verletzlich. Es wäre schön, wenn dieses ambitionierte Independent-Werk die nötige Beachtung fände. [dmm: @@@]



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