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[ Inhalt ]Ausgabe #194 vom ..
Rubrik Tipp der Woche

Mighty Mo Rodgers "Blues Is My Wailin' Wall"

Ein fast-Meisterwerk des modernen Blues
(CD; Blue Thumb)

Die verlockende Landschaft des Blues liegt dürstend brach und sehnt sich nach einem erlösenden Wolkenbruch. Der Sänger, Keyboarder, Songschreiber und Produzent Mighty Mo Rodgers liefert uns zwar nicht jenen ersehnten Platzregen, doch immerhin eine frische Brise mit ein paar kühlen Tropfen auf die ausgedörrte Erde. Oder, Metaphern beiseite, eine Vision, einen Entwurf davon, was Blues im 21. Jahrhundert sein kann: Eine zeitgemäße Ausdrucksform für die ewig aktuellen Ängste und Nöte des Menschen.
Das Album ist reich an Höhepunkten: Die treibenden Grooves von "Heaven's Got The Blues", "Shame" oder des Titelsongs "Blues Is My Wailing Wall" katapultieren die Wurzeln der Popmusik in die Jetztzeit, ohne sich an moderne Trends anzubiedern. "Took Away The Drum", eine intelligente historische Begründung für den Blues, nimmt sowohl musikalisch wie auch textlich Bezug auf Afrika. Die Details machen hier die Würze der Musik aus; ein unaufdringlicher, aber effektiver Soundeffekt hier, eine Kalimba oder ein Akkordeon da, und schon gewinnt ein Song an Atmosphäre und Dichte.
Befasst man sich näher mit den Texten, so trifft man auf einen philosophischen Geist, der Klischees und Floskeln weit hinter sich läßt. Die großen klassischen Bluessänger waren Poeten und auch Mo Rogers weiß die bildliche Kraft des Blues zu nutzen, um den inneren und äußeren Kämpfen des Menschen Ausdruck zu verleihen.
Ich würde ja glatt von einem Meisterwerk sprechen, wären da nicht ein paar Nummern, die "nur" dem Standard eines "gewöhnlichen" Blues-Albums gerecht werden: Das gospelnde "No Dough" etwa, der stampfende Shuffle "Gone Fishin'" oder die etwas zu ausladende Soul-Verbeugung "Sweet Soul Music".
Trotzdem: Alle, die den Glauben an den Blues bereits verloren glaubten, könnten ihn durch diese Platte zurückerlangen. [pg: @@@@]



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