Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #107 vom 14.06.1998
Rubrik Feature

Red's Independent Breakfast

This Weeks Menue:


Notwist "Shrink"

(CD, LP)

Heute könnte die Sendung mit der Maus bei mir gedreht werden. Was machen deutsche Indie-Rocker, wenn sie keine Lust mehr auf Indie-Rock haben. Notwist haben einen klugen Schachzug getan und spielen jetzt Jazz. Oder zumindest was Indie-Leute Jazz nennen. Auch sie haben jetzt einen Knöpfchendreher dabei, aber dessen Elektro-Anteil ist sehr gering und steht immer im Dienste des Songs bzw. der Band. Und immer diese traurige Indie-Atmosphäre, zum Weinen schön (In Landsberg muß es ganz schön trist sein!). Mit ein paar Jazz-Arrangements angereichert und einem Bläsersatz verputzt ergibt "Shrink" eine Art Brettspiel von 2-92 für 1-99 Spieler. [red]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Schneider TM "Moist"

(CD, LP)

Aus derselben (alten) Indie-Clique kommt Schneider (ex-Hip Young Things, Locust Fudge), der es auf "Moist" mit Electronica versucht. Hier gibt es nichts Neues zu entdecken, auf dem abgegrasten Stück Electro-Heimbastel-Cubase-Bausatz. Und doch hat er die besten Sounds zuhause, wirklich interessante noch dazu. Was für Nostalgiker und solche, die sich für die Produktion von Electro-Platten interessieren. [red]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Girls Against Boys "Freak On Ica"

(MC, LP)

Noch viel länger als Notwist und Schneider zusammen sind die Girls vs. Boys dabei. Und jetzt der erste Major. Das erste Stück klingt dann auf einmal abschreckend nach dem Crossover von vor zwei Jahren. Dann wird's aber besser. Peppig aufgedrehter Indie-Rock mit zwei Bässen und immer agressivem Unterton. Die richtige Musik vor dem Clubbing. Leider ist nach drei bis vier Songs immer noch nichts hängengeblieben und nach dem fünften befürchte ich, das Songwriting als "nicht wirklich gut" abstempeln zu müssen. Viel Produktion, wenig Substanz. Aber die Platte kracht und rockt und geht gut ab. Und doch muß ich sie mit einem wehmütigen Auge zitieren: "When the cassette breaks, throw it out the window"! [red]


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de