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[ Inhalt ]Ausgabe #465 vom ..
Rubrik Frisch aus den Archiven

Bruce Springsteen "Born To Run · 30th Anniversary Edition"

Der 'Boss' am Scheideweg – vorbildlich auf- und nachbereitet (1975)
(CD+2DVD; Columbia)

Mitte der 1970er stand Bruce Springsteen mit dem Rücken zur Wand: Columbia wollte ihn aufgrund schleppender Verkäufe der beiden Vorgänger-Alben droppen. Mit einem ambitionierten Kraftakt leitete er den Wendepunkt ein, indem er konsequent seiner konzeptuellen Vision folgte, einer Ode an die endlose Sommernacht, den Aufbruch ins Leben und die befreiende Kraft des Rock'n'Roll. Dafür nahm er sich enervierend in die Länge ziehende Aufnahmesessions und daraus resultierende Wechsel in Band und auf dem Produzentenstuhl in Kauf. Mit "Born To Run" und der Erschaffung von Charakteren, die auf späteren Springsteen-Alben immer wieder auftauchen sollten, machte der vom neuen Manager/Produzenten Jon Landau zusätzlich genährte Hype von der 'Zukunft des Rock'n'Roll' und dem 'neuen Dylan' die Runde (obwohl jener im Lauf zwischen "Blood On The Tracks" und "Desire" damals wie aus heutiger Sicht nicht im geringsten renovierungsbedürftig wirkte).
Das Update von "Born To Run" klingt remastered endlich so, wie ich mir bald auch die ungestümen Vorläufer "Greetings From Asbury Park, N.J.", "The Wild, The Innocent & The E-Street Shuffle" (1973) sowie den grandiosen Nachfolger "Darkness On The Edge Of Town" wünsche, auf denen sich die meiner Meinung nach sogar besseren Springsteen-Songs der 1970er Jahre befinden.
Filetstück des audiovisuellen Dreifachsets zum dreißigjährigen Erscheinen ist die DVD mit der ersten Show auf europäischem Boden im Londoner Hammersmith Odeon 1975. Trotz gelegentlicher Dunkelheit des von Thom Zimny bestmöglich aufbereiteten Filmmaterials kocht und brodelt die von Bob Clearmountain remixte Performance der E-Street Band, die sich während der "Born To Run"-Sessions zu dem Line-Up konsolidiert hatte, das dem 'Boss' noch jahrelang treue Dienste leisten sollte. Das ekstatische Best-Of-Set des jungen Bruce Springsteen mit seiner explosiven Michung aus Soul-Show und Dylans Rolling Thunder Revue bestätigt eindrucksvoll seinen aufkeimenden Ruf als legendärer Live-Performer: Der 'Boss' als abgerissener New Jersey-Poet mit Wollmütze und Mehrtagesbart, Clarence Clemons am Sax, 'Miami' Steve Van Zandt im Robbie Robertson-Look mit Hut und der Rest der Band stehen über zwei volle Stunden hingebungsvoll unter urgewaltigem Rock'n'Roll-Strom.
Eine weitere DVD unter Regie von Thom Zimny namens "Wings For Wheels – The Making Of Born To Run" rekapituliert und kommentiert den langwierigen Entstehungsprozess von "Born To Run". Mancher Blick zurück fällt leicht pathetisch und verklärend aus (aber schließlich geht es hier um Bruce Springsteen – und dann noch in der vielleicht entscheidendsten Phase seiner musikalischen Laufbahn ;-), wesentlich bodenständiger und rotziger das Bonus-Feature mit drei Live-Songs aus dem Ahmanson Theater, Los Angeles, 1973.
Auch wenn "Born To Run" nicht zu meinen persönlichen Rock-historischen Meilensteinen zählt: Die gelungene Kombination aus Auf- und Nachbereitung dieses Klassikers ist absolut vorbildlich und sollte nicht nur ausgesprochenen Springsteen-Fans eine Menge Freude bereiten. [bs: @@@@]



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