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[ Inhalt ]Ausgabe #290 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Omar Sosa "Sentir"

Culture-Clash-Jazz: Der kubanische Visionär auf einem neuen Höhenflug
(CD; Skip)

Omar Sosas Aufnahmen sind stets eine Verwirklichung des vielbeschworenen "One World"-Traumes, oder anders gesagt, Globalisierung im positiven Sinne. Stets geht es ihm darum, hinter den vielfältigen Ausdrucksweisen verschiedenster musikalischer Kulturen, verbindende, universelle Gefühle freizulegen. Der kubanische Pianist und Komponist geht dabei keinesfalls behutsam vor, und manchmal, gerade auf seinem letzten Album "Prietos", ist sein Culture-Clash-Jazz dem Wahnsinn näher als dem Genie. Aber noch viel öfter gelingen ihm im Chaos aus lateinamerikanischen Grooves, afrikanischen Chören, Free-Jazz-Eskapaden und Rap wunderschöne lyrische Momente, die einer Offenbarung nahekommen.
Sosas neuester Streich "Sentir" wirkt dagegen, wie der Infozettel treffend feststellt, geradezu kammermusikalisch. Die Instrumentierung ist, bis auf wenige Ausnahmen, stark reduziert, was dem Album nur gut tut. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der marokkanischen Musik, mit der Sosa an seinem derzeitigen Wohnort Barcelona stark konfrontiert wird. Aber Sosa wäre nicht Sosa, wenn er verschiedene Einflüsse einfach nur übereinander schichten würde. Nein, er verwebt die Kulturen miteinander, indem er z.B. die Guembri, ein nordafrikanisches Saiteninstrument, den Kontrabass-Part spielen lässt, oder kubanische Bata Drums die marokkanische Darbukkah ersetzen. Gerade bei den schnelleren Stücken sind die Grooves manchmal nur schwer zu durchschauen, entfalten aber – hat es erstmal "klick" gemacht – eine unglaubliche Sogwirkung. Magisch wird's, wenn das Tempo gedrosselt wird, Sosas Pianoläufe wie entrückte Traumsequenzen am Horizont tanzen und die wunderbare kubanische Sängerin Martha Galarraga den weiten Raum fühlbar macht.
Kein Zweifel, Omar Sosa ist eine der wenigen innovativen Kräfte im aktuellen Jazz. Falls man das Jazz nennen mag. [pg: @@@@]



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