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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #215 vom 25.09.2000
Rubrik Neu erschienen

Hooverphonic "The Magnificent Tree"

TripRockHopPop aus Belgien
(CD; Columbia)

Das belgische Trio liefert den passenden Soundtrack zum kommenden Herbst und auf ihrem dritten Album fünf bestens gelungene, beinahe schon irritierend-spektakuläre Songs in einem Gesamtpaket von elf Titeln. Da wäre einmal die richtungsweisende Einstiegsdroge "Autoharp" im Trip-Hop-Kostüm und mit der zauberhaften Stimme von Geike Arnaert. Mit ihr ist überhaupt viel gewonnen. Sie rettet auch die sechs schwächeren Songs vor dem gänzlichen Untergang. Ihr Gesang ist dem Carla Torgersons (The Walkabouts) nicht ganz unähnlich, so erinnern denn auch drei Höhepunkte ("Jackie Cane", "Vinegar & Salt", "Frosted Flake Wood") stimmungsmäßig nicht von ungefähr an die amerikanische Band. In "Jackie Cane" dominiert das Gitarrenspiel von Raymond Geerts, die Band mutiert von Trip-Hop in Richtung Rock. Das (Anti-)Liebeslied "Vinegar & Salt" mit seiner Metaphorik hätte ebenso am euro-musikalischen Sonderzug "Train Leaves At Eight" der Walkabouts Platz finden können. Eckman & Co verzichteten allerdings zugunsten Jacques Brel und Deus. "Frosted Flake Wood" schließlich geht in dieselbe Richtung, Hooverphonic allerdings geben als Referenz David Bowie ("Laughing Gnome") und Prokoview an. Das Stück funktioniert dennoch verdammt gut und kann als Herzeigenummer von "The Magnificent Tree" angeführt werden. Das psychedelische Element ist nicht zu überhören und spiegelt sich auch in den Lyrics wider: "Johnny went to Frosted Flake/ to go for a walk in the frozen wood/ He bumped into a mushroom that sold his body for some warm food/ 'Eat me my friend, you'll be the leader of the band'...". Nach diesen eher dem Rock-Genre zugehörenden drei Songs folgt der zweite große Höhepunkt im Elektro-Hop-Sound. "Every Time We Live Together We Die A Bit More" – welch' wunderbare Textzeile! – klingt bedrohlich und stürzt dich in tiefe Dunkelheit, umgesetzt mit einer phantastischen Bass-Linie, dargebracht vom Composer Alex Callier, kombiniert mit 80er-Jahre-Sphärenklängen und der großartigen Gesangsleistung von Geike Arnaert. Der Rest ist Füllstoff, was einmal mehr beweist, dass weniger oftmals mehr ist. [mh:@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus spteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a105822


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