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[ Inhalt ]Ausgabe #723 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Michael Kiwanuka "Home Again"

Chamber-Soul Klassiker aus Nord-London
(CD, lim. 2CD, LP; Polydor)

Glaubt man der britischen Presse, dann steht mit dem 25-jährigen Michael Kiwanuka die neue Zukunft des Soul ins Haus, und das vor allem wegen der auf "Tell Me A Tale" zelebrierten Vergangenheitsseligkeit. Der gleichnamige Opener bringt dann auch schon den Höhepunkt des Albums: ein echter Soul-Klassiker irgendwo zwischen Bill Withers und Van Morrisons "Moon Dance", mal üppig mal spartanisch orchestrierter Kammer-Soul mit Tiefgang. Zu verdanken ist der authentische Früh-Siebziger Sound dem Soundtüflter Paul Butler, der seit gut zehn Jahren zusammen mit seinem musikalischen Partner Aaron Fletcher kleine, eklektizistische Meisterwerke unter dem Bandnamen The Bees von der Isle of Wight ins Weltmusikgetriebe spült. Bis auf Violine, Kontrabass, Trompete und Flöte sind alle Instrumente auf "Tell Me A Tale" von Kiwanuka und Butler eingespielt, angesichts der stellenweise großorchestralen Anlage ein weiteres Indiz für großen Geniealarm.
Stimmung und Tempo des Albums sind eher zurückgenommen, zartbitterer Folksoul, der sich aus Gospelspiritualität ebenso speist wie aus Sensibilitäten der ersten Singer-Songwriter Generation. So schmachtet der smarte Jazz-Shuffle "Bones": »I would leave this world alone/ Without you I'm just bones« – stilecht mit Doo-Wop-Background ins Szene gesetzt. Die große Erlösung liegt um die nächste Ecke, glüht aber jetzt schon mal das Herz vor: »One day I know/ I'll feel home again/ born again« ("Home Again"), oder »But if I hold on tight, is it true?/ Would you take care of all that I do?/ Oh Lord, I'm getting ready to believe.« ("I'm Getting Ready"). Kann es sein, dass hier einer die große spirituelle Rolle rückwärts macht? Was Ray Charles einst vom Gospel zum Liebeslied säkularisierte, wird es hier wieder zum großen, unironischen Lobpreis?
Wie viele klassische Soul-Platten funktioniert auch "Home Again" auf beiden Ebenen prächtig. Zum großen Retro-Soul-King wird der junge Nord-Londoner mit ugandischen Wurzeln so sicherlich nicht, seine Song-Vignetten sind nichts für den Dancefloor, eher was für einsame Träumereien am verlorenen Spätsommerabend, aber die Reife besticht. Und so schenkt uns Michael Kiwanuka Hoffnung auf mehr. [mv: @@@@]



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