Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #676 vom 31.05.2010
Rubrik Neu erschienen

The Dead Weather "Sea Of Cowards"

Zweite Attacke von Jack Whites urbanem Blues-Rock-Mutanten-Quartett
(CD, LP; Third Man/Warner)

Ein vor Kurzem erschienener Konzertmitschnitt in Ton und bewegten Bildern ("Under Great White Northern Lights"), der The White Stripes während der Rekonvaleszenz der Schlagzeugerin Meg White in Erinnerung hält, dazu die Produktion des Solo-Debüts seiner Angetrauten Karen Elson quasi parallel zum zweiten Album des Nebenprojekts The Dead Weather, das er vornehmlich hinter dem Schlagzeug dirigiert – Jack White III. setzt seinen Output Schlag um Schlag fort. Fast so hurtig, wie er in der Dokumentation des generationsübergreifenden Rockgitarristen-Gipfeltreffen "It Might Get Loud" mal eben aus einem Stück Fundholz, rostigem Draht, einer Colaflasche und einem ausgemusterten Pickup eine Gitarren-artige Geräuschquelle zusammenbastelt.
Wirklich memorable Songs wirft das zweite Album von The Dead Weather innerhalb eines Dreivierteljahres nicht ab, dafür durchpflügen 'Captain' White und seine Crew mit Alison Mosshart (voc; The Kills), Dean Fertita (g; Queens Of The Stone Age) und Jack Lawrence (b; The Greenhornes, The Raconteurs) das 'Meer der Memmen' deutlich eingespielter. In verdichteter Atmosphäre kreiert das Quartett wiederum ein postmodernes Geisterbahnfahrt-Szenario durch urbane Blues-Rock-Abgründe, in denen mutierte Riffs und Sounds von Led Zep bis Deep Purple gepaart mit dem Gruselfaktor von The Prodigy auf die Hörer einprasseln. Elf Stücke mit immer wieder aufblitzenden, packenden Passagen währt dieser Spuk – dann sollten zumindest 'Memmen' trotz unverleugbaren Kitzels erstmal froh sein für eine Weile wieder Anderes auflegen zu können.
PS: Auch wenn etwas mehr Konzentration zweifellos vorhandener Talente für die Zukunft sicher nicht schaden würde (s. Ryan Adams?) – neben dem spontanen Readymade-Charakter des Musikers Jack White ist auch seine Seite des clever kalkulierenden Geschäftsmannes bemerkenswert, der sich mittels des eigenen Labels Third Man Records künstlerische Freiheit und Kontrolle sichert und für Vermarktung sowie Vertrieb seiner jeweiligen Projekte bzw. deren Single- oder Album-Veröffentlichungen, teils auch für unterschiedliche Medien (CD, Download, Vinyl), den geeignetsten (oder meistbietendsten?) Kanal zwischen Indie- und Major-Company wählt (nach dem Debüt von The Dead Weather bei Sony dürfen jetzt mal Warner Bros. ran). [bs: @@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


URL: http://schallplattenmann.de/a119003


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de