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[ Inhalt ]Ausgabe #659 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Ottorino Respighi · Paul Hindemith · Florent Schmitt / Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, Sascha Goetzel "Belkis, Queen of Sheba · Symphonic Metamorphosis · The Tragedy of Salome"

Klassik – Orientalisches aus dem Okzident
(CD; Onyx)

Mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra präsentiert sich ein in zweierlei Hinsicht ungewöhnlicher Klangkörper der internationalen Öffentlichkeit: Zum einen gilt es wohl immer noch als exotisch, dass ein Symphonieorchester aus der Türkei kommt, zum anderen wird das BIPO seit Jahren vom namensgebenden Borusan-Konzern maßgeblich gesponsert. Dass dieses Orchester mehr ist, als ein gut finanziertes, exotisches Spielzeug eines Unternehmers, belegt die nun erschienene Debüt-CD mit Werken über orientalischer Mythen der westlichen Komponisten Ottorino Respighi (1879-1936), Paul Hindemith (1895-1963) und Florent Schmitt (1870-1958).
Das BIPO spielt druckvoll und mit unüberhörbarem Enthusiasmus und glänzt (natürlich?) vor allem bei den Passagen, bei denen die west-östliche Melange der Kompositionen besonders stark rhythmisch geprägt ist: Schnelle Tempi, komplexe Rhythmen und arabeske Melodiebögen sind die native Stärke des Ensembles, etwa in der "Danza Guerresca" aus Respighis "Belkis, Königin von Saba". Hier hat das Orchester sicherlich mehr Vertrautheit und Selbstsicherheit als die meisten 'abendländischen' Ensembles, es spielt aber dank der engagierten Leitung Sascha Goetzels auch bei den 'europäischen Passagen' der Kompositionen souverän.
Eine echte Entdeckung ist der französische Komponist Florent Schmitt, der vor allem in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu den führenden Komponisten seines Landes gehörte, nach seinem Tod jedoch fast in Vergessenheit geriet. Die intensive Interpretation seiner "Tragödie der Salome" ist ein exzellenter Anlass, sich mit diesem Komponisten auseinanderzusetzen.
Fazit: Ein starker internationaler Auftritt und eine unmissverständliche Aufforderung das eurozentrische (musikalische) Weltbild über Bord zu werfen: Das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra ebnet auf diesem Album Wege in neue Hörgewohnheiten und dank einer ungewöhnlichen Wahl der Stücke auch in weniger ausgetretene Pfade der Musik. Ein Extra-Lob für die gute Klangregie der Aufnahmen und für das gelungene Artwork. [sal: @@@@]



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