Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #641 vom 31.08.2009
Rubrik Neu erschienen

Joe Henry "Blood From Stars"

Art-Americana – Singer/Songwriter/Producer integriert seinen Saxofon spielenden Sohn in jazzige Reflektionen
(CD; Anti)

Teile seines neuesten Albums hat Singer/Songwriter/Producer Joe Henry seinem 17-jährigen Sohn, einem talentierten Saxofonisten, auf den Leib geschneidert. Mit der Kunst-Musiker-Truppe, die er sich gerne mit seinem ähnlich intellektuell konzeptionalistischen Kollegen T-Bone Burnett teilt, reflektiert Henry auf "Blood From The Stars" den jazzigeren Anteil der Americana-Ursuppe: Das bewährte Gespann Jay Bellerose (dr) und David Piltch (b) kultiviert wiederum rumpelige Vaudeville-Rhythmen zur Feuilleton-Kompatibilität, Marc Ribot steuert hier neben Gitarre auch Cornet-Riffs bei. Der Jazz-Pianist Jason Moran ist ebenso mit von der Partie wie die zweite Stimme von 'Chocolate Genius' Marc Anthony Thompson.
"The Man I Keep Hid" torkelt zu schepsem Dixieland. "This Is My Favourite Cage" intoniert Joe Henry mit dem inbrünstig existenzialistischen Timbre französischer Chansonniers. "Death To The Storm" folgt dem Pfad der dunkel-pathetischen Moritaten von Brecht bis Waits. Auch wenn "Stars" mit einem etwas leichtfüßigeren Touch Dub-Reggae ausklingt, spannt nicht von ungefähr Prelude gleich Coda den thematischen Rahmen: "Light No Lamp When The Moon Comes Down".
Henry und seine Crew gehen hier nicht minder kunstvoll eklektizistisch wie auf den Vorgängern zu Werke, im Direktvergleich kann man sich allerdings des Eindrucks nicht verwehren, dass sich der Gute mitunter etwas verkünstelt hat; die unbezweifelbare Fülle interessanter Arrangement-Ideen und musikalischer Passagen reicht nicht ganz an die länger nachhaltige Substanz von Song-Highlights wie "Parker's Mood" (auf dem Vorläufer "Civilians" von 2007) oder die konzeptionelle Geschlossenheit des 2001er Albums "Scar" heran. [bs: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


URL: http://schallplattenmann.de/a118260


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de