Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ Inhalt ]Ausgabe #607 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Ludwig van Beethoven / Michael Korstick "The Beethoven Cycle, Vol. 5: Piano Sonatas Nos. 11, 13, 14, 19, 20"

Klassik – Beethovens Klaviersonaten, einmal mehr von Korstick akribisch durchdacht
(SACD; Oehms)

Ich wiederhole mich gerne, wenn es um diesen Zyklus geht: Von den zahlreichen derzeit in Arbeit befindlichen (oder gerade abgeschlossenen) Gesamtaufnahmen und Neuaufnahmen der Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven (1770-1827) gehört jene vom 'Anti-Star' Michael Korstick gewiss nicht zu den uninteressantesten. Auch der fünfte Teil seiner Einspielungen hält das hohe Niveau der Vorgänger.
Korsticks analytischer, ganz und gar unromantischer Ansatz lässt die Werke in einem anderen Licht erscheinen, jenseits der eingefahrenen Hörgewohnheiten und jenseits des romantisierten Bildes, das wir alle von Beethoven (der Person und der Musik) haben. Korsticks Stärke ist seine strenge Kühle, seine kalkulierte Leidenschaft, seine unbedingte Werktreue und seine makellose Technik, die keine Töne unterschlägt oder verschwimmen lässt.
Wo, wenn nicht in der viel strapazierten "Mondscheinsonate" (Sonate No. 14 in cis-Moll, op. 27/2 "Quasi una fantasia"), kann ein Pianist beweisen, dass er Beethoven wirklich begreift und nicht (nur) provozieren will (wie Glenn Gould) oder gar die Gewohnheiten des Publikums nährt? Korsticks Mondscheinsonate ist wie all seine anderen Auseinandersetzungen mit Beethoven: Strukturiert, nüchtern, deutlich kühler als viele andere Einspielungen, die Beethoven hier mehr noch als anderswo als 'ersten Romantiker' uminterpretieren. Korstick probt keinen Aufstand, sondern spielt eine intelligente Quintessenz wohlüberlegter Studien – und dennoch ist sein Spiel von einer unverkennbaren Liebe zum Bonner Komponisten durchzogen. Mehr kann man von einem Beethoven-Interpreten kaum erwarten. [sal: @@@@]



Permalink: http://schallplattenmann.de/a117550


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de