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[ Inhalt ]Ausgabe #600 vom ..
Rubrik DVD - Musik sehen

Chris Hall & Mike Kerry "Love Story"

Rock – »this is the stuff of which dreams are made«
(DVD; Start)

Zwischen 1966 und 1969 waren Love eine der interessantesten, vielfältigsten und auch einflussreichsten Bands in Los Angeles und Umgebung. Sowohl The Doors als auch The Byrds zählten Love zu ihren großen Vorbildern und selbst die Rolling Stones ließen sich inspirieren. Aber Love war nicht bloß eine Band aus den Sixties, sie war deren Höhepunkt. »When people don't know then they begin to speculate and when they speculate, then there's embellishment and then you're an enigma« (Bryan McLean).
"Love Story", die 110-minütige Dokumentation der Engländer Chris Hall und Mike Kerry zeigt Aufstieg und Fall der Band Love: von den High-School-Anfängen bis ins Jahr 2006, gesehen und erzählt von der Band selbst. Gut, Ali MacGraw fehlt, aber dafür hält man ein künftiges Standardwerk der Musikdokumentation in Händen, das sich auch vor dem Klassenprimus, D.A. Pennebakers "Dont Look Back", nicht zu verstecken braucht. Dass gerade Filmdebütanten nicht der Fehler vieler Musikdokumentatoren unterläuft, der Musik zu wenig Platz einzuräumen, ist verblüffend und einer der entscheidenden Pluspunkte dieser Produktion. Love-Songs sind fast ständig anwesend und mäandern auf positive Weise durch die Geschichte.
Der Dokumentation gelingt es Unterhaltung und Information zusammenzubringen, die Geschichte der Band, die gleichzeitig auch die der damaligen Szene in Los Angeles ist, in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen, der auch die turbulenten Sechziger Jahre in den USA beleuchtet. "Love Story" enthält denkwürdige Interviews mit allen Hauptfiguren: dem charismatischen Arthur Lee, dem eloquenten Johnny Echols, Michael Stuart-Ware und Spaßvogel Alban 'Snoopy' Pfisterer. Darüber hinaus sind selten gezeigte Aufnahmen der Band und TV-Clips zu sehen, ältere Statements von Bryan MacLean (er schrieb den Klassiker "Alone Again Or") und ein Audio-Interview mit Ken Forssi aus den frühen Neunziger Jahren. Zu Wort kommen auch Elektra-Boss Jac Holzman, Produzent Bruce Botnick, Arrangeur David Angel, John Densmore (The Doors) und Love-Fan Bobby Gillespie (Primal Scream).
Im Zentrum der Dokumentation stehen die ersten vier Alben von Love, wobei dem Jahr 1967 besondere Aufmerksamkeit zukommt, da in ihm sowohl das unterschätzte, experimentelle Album "Da Capo" entstand, als auch der Jahrhundertwurf "Forever Changes" – neben "Pet Sounds" der Beach Boys das einzige andere kalifornische Meisterwerk dieser Epoche. Hall & Kerry entlocken Arthur Lee Details über Konzeption und Entstehung von "Forever Changes", jenem Rock-Album, dem die größtmögliche Annäherung an moderne Poesie gelang. Die Filmemacher zeigen aber auch die versteckten, dunkleren Seiten von Love; so z.B. die ihres allerersten Rhythmus-Gitarristen (und späteren Manson-Family-Mitglieds) Bobby Beausoleil. Ebensowenig werden die gravierenden Drogenprobleme innerhalb der Band verschwiegen, welche schließlich zum Bersten des fragilen Gruppengleichgewichts führten.
Unvergessliche Höhepunkte dieser DVD sind der extra für diese Dokumentation realisierte Besuch Arthur Lees im damaligen Band-Domizil 'The Castle' (dem imponierenden 'Los Feliz Mansion', in dem einmal Bela Lugosi wohnte), in welchem die Band auf dem kurzen Höhepunkt ihrer Popularität zusammenlebte, um am zweiten Album "Da Capo" zu arbeiten, sowie die lässige Fahrt in Arthur Lees Chevrolet von Dorsey High, wo alles seinen Anfang nahm, zum Capitol-Gebäude, wo Lee als Teenager seine ersten eigenen R&B-Songs verkaufte.
"Love Story" (Bildformat 16:9) ist brillant, aufschlussreich, offenherzig, manchmal lustig, manchmal traurig, sehr emotional und sehr schön. Und genau wie in einem Hollywood-Drama rührt der sehenswerte Film spätestens mit dem 'Where are they now'-Abspann zu Tränen. »Absolutely heartbreaking. The one band that should've made it, had all the talent, but just burned out« (Jac Holzman).
Bonus: Zusätzliches Interview-Material mit Lee und Echols, Live-Einblicke in Arthur Lees Comeback-Tour, sowie Statements der Tour-Bands Shack und Baby Lemonade. [gw: @@@@@]



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