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[ Inhalt ]Ausgabe #581 vom ..
Rubrik Tipp der Woche

Portishead "Third"

P-Core oder: Um ein Paradies zu zerstören genügt eine Türe, die hinein führt
(CD, 2LP, lim. LP-Box inkl. USB-Stick; Go! Discs/Island)

Ja, es stimmt, was bereits im Vorfeld der Veröffentlichung über das Album zu lesen war. "Third" (das während seiner Schöpfung passend "Alien" hieß) ist ein Meisterwerk. Das dritte der Briten.
Portishead sind als Band so unheimlich, wie ihre elf neuen Tracks auch. Niemand hat ernsthaft die Fortführung des alten Sounds mit seinen epischen Breitwandklängen zwischen Morricone und Film Noir erwartet. Diese wäre im Warte-Jahrzehnt leicht und im regelmäßigen Destillations-Rhythmus möglich gewesen. Dass das Trio nach den Fabelalben "Dummy" (1994), "Portishead" (1997) und dem Live-Monolith "Roseland NYC Live" (1998) selber daran nicht interessiert war, hat unter anderem auch etwas mit Charakter zu tun. Respekt.
Portishead waren immer so etwas wie die Autorenfilmer der Töne. Manche hegen sogar den Verdacht, das erste Album entstand nur, weil ein Soundtrack für ihr Film-Noir-Abenteuer "To Kill A Dead Man" fehlte. Überhaupt das Thema Leinwand. Nicht ohne Grund hieß der erste Song des ersten Albums "Mysterons". Das Genre hat sich inzwischen geändert; auch die Lieblingsregisseure. Lynch und Carpenter haben Leone und Melville abgelöst.
Genau genommen hat "Third" nichts mehr mit seinen Vorgängern gemein; im Gegensatz zu diesen ist es eine recht schnelle Scheibe geworden (obwohl sie so langsam entstand) und steht eher im Zeichen einer Neufindung als einer Weiterentwicklung. Das Verblüffendste dabei ist die Richtung, die Geoff Barrow, Adrian Utley und Beth Gibbons nehmen. P-Core. Ein fundamentales Erlebnis. "Sour Times", just more deadlier.
Um ein Paradies zu zerstören genügt eine Türe, die hinein führt. Gut, dass dort Beth Gibbons steht, die schwermütigste singende Kettenraucherin der Welt. Diese bedeutende Stimme sehnsuchtsvollen Wahns bzw. wahnsinniger Sehnsucht beginnt sofort mit ihrer verführerischen Hypnosesitzung, während der Reisende zweier Phantasien in die Popmusikgeschichte (wie Barrows und Utley sie sehen) versinkt: Jefferson Airplane, Black Sabbaths "Iron Man", Pink Floyds "More", Einstürzende Neubauten, Ukulele, Gospel, Hippie-Folk, Industrialgewitter, Deep Purple, Pierre Henrys "Psyché Rock", Helikoptergeräusche, schwere Beats, Polizeisirenen, Farfisa-Orgel und Free-Jazz.
It's not dark yet, but it's getting there. [gw: @@@@@]



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