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[ Inhalt ]Ausgabe #512 vom ..
Rubrik Texte - lesen oder hören

Yasmina Khadra/Frank-Erich Hübner "Die Attentäterin"

Hörspiel – Yasmina Khadra zeigt die Ursachen des Terrorismus
(CD; Hörverlag)

Eigentlich wissen wir es längst: Gewalt und Unterdrückung rufen Gegengewalt hervor – bis zur Selbstaufgabe. In Tschetschenien, im Nahen Osten, überall, wo den Menschen die Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben fehlt und die Hoffnung auf das kleine Glück. Sihem Jaafari, nicht praktizierende Muslima mit israelischem Pass, lebt auf der Sonnenseite – und sprengt als Selbstmordattentäterin zahlreiche Menschen in einem Restaurant mit sich aus dem Leben. Ihr Mann Amin flickt als Chirurg erst die Überlebenden zusammen, um danach mit der grausamen Wahrheit konfrontiert zu werden. Die Tat seiner Frau stößt den angesehenen Araber mit israelischem Pass aus der heilen Welt. Arbeitskollegen und Nachbarn wenden sich ab, sein Haus wird verwüstet, die Polizei verhöhnt ihn und er muss den Leichnam seiner Frau erst freikaufen, um ihn beerdigen zu können.
Der quälende Absturz folgt zwangsläufig: Amin Jaafari möchte die Tat seiner Frau verstehen und begibt sich auf die gefährliche Reise zu den militanten Gruppen, die hinter dem Attentat stehen. Es ist eine Reise zu sich selbst, zu seinen Wurzeln – und eine Reise zu den Gründen für die Gewalt. Und diese kann man verstehen, wenn beim ersten Heimatbesuch seit vielen Jahren erst die Israelis (also seine Landsleute) das Haus seiner Verwandten platt machen (weil einer von ihnen zum Selbstmordattentäter wurde) und er später beim Attentat auf einen moslemischen Geistlichen als Unschuldiger verletzt wird. Das alles ist plakativ und letztlich zu einfach – aber vielleicht braucht es ja gerade das, damit es verstanden wird.
So zeigt der als Hörspiel gut umgesetzte Roman von Yasmina Khadra (ein Pseudonym des algerischen Schriftstellers Mohammed Moulessehoul) einleuchtend die Ursachen des Terrorismus. Aber eigentlich konnte auch schon vor der Veröffentlichung des Buches niemand guten Gewissens sagen, keiner hätte es gewusst... [ms: @@@]



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