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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #490 vom 26.06.2006
Rubrik Neu erschienen

James Hunter "People Gonna Talk"

Scharfer, schnörkelloser Rhythm'n'Soul aus Großbritannien trifft den Puls von heute
(CD; Rounder)

Selbst ein notorischer Grantler wie Van Morrison gerät bei dem britischen Sänger, Gitarristen und Songschreiber ins Schwärmen; ihre Wege kreuzten sich auf Morrisons "Live In San Francisco" (1994) und "Days Like This" (1995). Kein Wunder, denn James Hunter revitalisiert den euphorisierenden Tanzimpuls, den der R&B im Übergang zum Soul zwischen den späten 1950er- und den frühen 1960er-Jahre auslöste. Stimmlich wirkt der coole Anzug- und Tollenträger wie eine weiße Reinkarnation des großen Sam Cooke. Die vierzehn, durchwegs selbstverfassten Songs (vier davon sind mit neuer Rhythmusgruppe nachgefeilte Kompositionen, die bereits den Vorgänger "Kick It Around" von 1999 zierten) interpretiert James Hunter mit der überbordenden Dynamik eines Jackie Wilson. Gelegentlich lockert er seinen tighten Boy-meets-Girl-Soul durch einen Schuss Studio-One-Bluebeat auf (z.B. im Titelsong). Analoge, simultane Live-Aufnahmen der kompletten Band (b, dr, ts, bs) plus Gästen (p, organ, strings) in den Toe Rag Studios von Produzent Liam Watson in East London (wo auch "Elephant" von The White Stripes eingespielt wurde), lassen Hunters klassisch inspirierten, kompakten und songorientierten Rhythm'n'Soul-Sound ohne Solo-Eskapaden frisch und von heute klingen. Eine scharfe Scheibe, die es tatsächlich verdient hätte, viel gehört und gespielt zu werden – möge sich die Prophezeiung des Titels "People Gonna Talk" bewahrheiten! [bs: @@@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a114663


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