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[ Inhalt ]Ausgabe #489 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Dixie Chicks "Taking The Long Way"

Country? – Eher Singer/Songwriter-Pop mit Country-Einflüssen, auf ganz hohem Niveau und mit Blick nach vorn
(CD; Columbia)

"Just so you know, we're ashamed the President of the United States is from Texas", sagte Natalie Maines bei einem Konzert in London. Drei Jahre ist das jetzt her, Maines und die Schwestern Emily Robison und Martie Macguire nennen es nur noch 'The Incident'. Was auf diesen Satz von Konzert- und Radioboykott über CD-Verbrennungen bis hin zu detaillierten Morddrohungen folgte, spottet dem Volk Hohn, das der Welt die Freiheit bringen will. Noch heute spielen große US-Country-Stationen keinen Dixie-Chicks-Song, ein Schlag ins Gesicht der angeblich größten amerikanischen Tugend Meinungsfreiheit. Klar, dass das alles die weitere Arbeit der Drei beeinflussen musste.
Schon "I Hope", bereits im September 2005 im Internet veröffentlicht, machte eine andere Gangart deutlich. Die Dixie Chicks sind zusammen mit der etablierten Hilfe von Dan Wilson (Semisonic), Gary Louris (Jayhawks), Mike Campbell (Tom Pettys Heartbreakers), Neil Finn (Crowded House), Sheryl Crow und Keb' Mo' Autorinnen aller 14 Songs. Auch die Musiker (u.a. Mike Campbell, Benmont Tench, Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Bonnie Raitt) bestehen nicht mehr komplett aus der ersten Garde der Nashville-Studio-Cracks, sondern entsprechen eher dem Aufnahmeort Kalifornien und der Abkehr von einer Szene, die die 'Chicks' einfach fallen ließ.
Von Rick Rubin ohne allzu viele Kanten produziert, ist ein persönliches Album entstanden, das mehr an Fleetwood Mac erinnert als an Tammy Wynette, das aber gleichzeitig den Weg der Country-Band konsequent weiter geht. Ein Album, das Stellung bezieht. "Can't bring myself to do what it is you think I should", singt Maines in "Not Ready To Make Nice", der ersten Single und dem wahrscheinlich besten Song auf "Taking The Long Way". Aber nicht alles dreht sich mit großem Singer/Songwriter-Pop um 'The Incident' und dessen Folgen. "Lullaby" ist die wunderschöne Hommage an 'The Seven Peeps', denen das Album gewidmet ist und die selbstverständlich mit ihren Müttern auf Tour gehen ("Life began when I saw your face..."). "Lubbock Or Leave It" rockt in bester Tom-Petty-Manier, das wundervolle "I Like It" hätte auch auf "Fly" sein können und bereits erwähntes "I Hope" ist hochkarätiger Soul. Bluegrass wie auf dem Vorgänger "Home" sucht man vergebens auf diesem, gerade auf Dauer wunderbaren Album. Das ist vielleicht schade, aber gut so.
Der Blick von "Taking The Long Way" geht nach vorn, mit oder ohne Country-Radios, denn während diese noch über Boykott diskutieren, stieg das Album auf Platz #1 in die amerikanischen Charts. Selten habe ich mich darüber so gefreut. [pb: @@@@]



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