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[ Inhalt ]Ausgabe #427 vom ..
Rubrik Tipp der Woche

Antony & The Johnsons "I Am A Bird Now"

Zerbrechliche und leidenschaftliche Song-Schönheiten zum Niederknien
(CD, LP; Secretly Canadian)

1992 wurde die Drag Queen Marsha P. Johnson tot aus dem Hudson River gezogen. 13 Jahre später erinnert der nachnamenlose Antony bereits zum zweiten Mal an seine Ikone. Und wieder braucht es keine fünf Sekunden, um von dieser Stimme gefangen zu sein, die sich da aus Zeit und Raum schält, die so außergewöhnlich, so entrückt und dabei so ehrlich, klar und sensationell schön ist und alles was sie berührt in düster-hoffende Farben taucht. Vergleiche mit Nina Simone oder Klaus Nomi schmälern da nur die Einzigartigkeit.
Dieser Antony, nicht Mann nicht Frau, sein Äußeres so schwer kategorisierbar wie seine Stimme, zieht auf "I Am A Bird Now" seine ganz eigenen, einsamen Bahnen. Antonys Themen sind dagegen existenzieller Natur: Sexuelle Identität und das Leben im falschen Körper, die gesellschaftlichen Mechanismen und Geschlechterrollen und der Wunsch nach persönlicher Entfaltung und Integration. Somit auch ein politisches Album und Ausdruck eines verborgenen inneren Lebens voll ungeahnter Tiefe und Spiritualität. Getragen werden diese Gesangskunstwerke zumeist von einem sacht bedienten jazzigen Piano, das kammermusikalisch von Streichern und Bläsern umsäumt wird, manchmal erklingt auch eine (E-)Gitarre und verleiht diesem zeitlos klassisch verhafteten Liedgut eine soulige oder gospelige Note.
Ganz nebenbei gelingt dabei der Brückenschlag von der Vergangenheit in die Zukunft, mit den Gästen Lou Reed, Boy George, Devendra Banhart und Rufus Wainwright – der hält Antony für den Größten und ich schließe mich ihm da einfach mal an. Beschreiben lässt sich "I Am A Bird Now" so richtig sowieso nicht. Und selbst die Höchstwertung stellt hier eine Beleidigung dar...! [bm: @@@@@]



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