Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #323 vom 09.12.2002
Rubrik Feature

Sal's Prog Corner #25

In der letzten Prog-Corner des Jahres gibt es mal wieder eine bunte Auswahl aus der Szene: Musik aus Deutschland, Schweden, England und den USA. Einige echte Knaller sind wirklich erst jetzt erschienen und beschließen ein gutes und aufregendes Jahr in der Prog-Szene. Für das nächste Jahr sind noch weitere, hochinteressante Projekte angekündigt – es bleibt also spannend in der Szene. [sal]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Soft Machine "Backwards"

Canterbury Avantgarde aus den Archiven
(CD; Cuneiform)

So langsam öffnen Hugh Hopper, Elton Dean, Mike Rutledge, Robert Wyatt und Co ihre Archive und fördern immer neue Aufnahmen der legendären Soft Machine zu Tage.
Auf "Backwards" sind hauptsächlich Aufnahmen aus den Jahren 1969 und 1970 zu hören, darunter zwei Titel mit der kurzlebigen Septett-Besetzung des musikalischen Chamäleons. Für Freunde der jazzig angehauchten Canterbury-Szene ein durchaus lohnenswertes Dokument, alle anderen werden mit den historischen Dokumenten sicher weniger anfangen können. [sal: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Grobschnitt "The History Of Solar Music Vol.3"

Große Rockgeschichte aus Deutschland, Teil 3 -
(2CD; Wolkenreise)

Schon in den ersten beiden Teilen der 'Solar Music History' wurde klar, dass es sich bei "Solar Music" um etwas ganz besonderes im Werk Grobschnitts handelt. Das Stück wurde nicht nur quasi ununterbrochen auf Konzerten gespielt, es veränderte sich auch permanent. Davon kann man sich auch auf der nun vorliegenden Vol.3 mit Versionen aus den Jahren 1969 (damals noch in der Ur-Fassung als "Suntrip"), 1975 und 1981. Diese sind mal wieder gespickt mit Goodies, Zugaben, obskuren Intros und Ansagen und wiederum in absolut makelloser klanglicher Restaurierung und mit einem informativem und total witzigem Booklet. Wenn doch alle (Live-) Releases so liebvoll aufgemacht wären! [sal: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Steve Howe "Skyline"

Ambient und Chill-Out vom Yes-Gitarristen
(CD; InsideOut)

Steve Howe, hauptberuflich Gitarrist der Artrock-Ikone Yes, präsentiert mit "Skyline" ein angenehmes und ruhiges Solo-Album. Zu sanften Keyboard-Hintergründen nimmt sich Howe Zeit für seine typisches Spiel, sowohl auf der akustischen, als auch auf der E-Gitarre.
Das alles ist recht unaufgeregt, doch hat man von Howe in den letzten Jahren durchaus schwächere Arbeiten (sei es als Solist, sei es bei Yes) gehört. Für Yes-Fans und Freunde distinguierter Gitarrenarbeit durchaus empfehlenswert. [sal: @@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Peter Wahle's Amigo News "Tanz der Götter 2002"

(Noch) Ein Stückchen Rockgeschichte aus Deutschland
(CD; Moonlight)

1979 überraschte die rheinländische Band Flaming Bess die Fachwelt und lancierte ihr selbstproduziertes und selbstvertriebenes Konzeptalbum "Tanz der Götter" sehr erfolgreich – mitten während der Punkwelle. Das Album, dass zumindest den Hörern des WDR damals gut genug für den zweiten Platz der Jahrescharts war, ist freilich längst vom Markt verschwunden.
Statt einer reinen Wiederveröffentlichung wagte Peter Wahle, kreativer Kopf der Band, zusammen mit anderen Flaming Bess-Musikern und Spitzenleuten wie Mel Collins (ex-King Crimson) oder Effendi Büchel (ex-BAP), eine Neueinspielung des musikalischen Fantasy-Märchens. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen und wird sicher in dem einen oder anderen nostalgische Erinnerungen wachrufen, ist aber auch ohne Vorkenntnisse ein gelungenes, episches Album mit langen Instrumental-Passagen – im Sound irgendwo zwischen Camel, Grobschnitt und Anyone's Daughter. [sal: @@@]


The Flower Kings "Unfold The Future"

Das bisher beste Studio-Doppel-Album der fleissigen Schweden –
(2CD; InsideOut)

Roine Stolt und seine Mannen von den Flower Kings sind fleißige Musiker. Neben zahlreichen Guest-Appearances arbeiten die Ausnahme-Musiker an Solo-Projekten (unlängst veröffentlichten Tomas Bodin und Jonas Reingolds Karmakanic ihre Alben), touren regelmäßig und tüfteln jährlich an einem Album, nicht selten einem Doppelalbum, so auch dieses Jahr.
"Unfold The Future" ist gleichsam eine Fortentwicklung alter musikalischer Konzepte und eine Art Bestandsaufnahme der Flower Kings heute, mit Sicherheit ihr bestes Doppelalbum, wahrscheinlich ihre beste Veröffentlichung überhaupt. War "The Rainmaker" vor Jahresfrist zwar ordentlich, aber nicht begeisternd ausgefallen, so hat "Unfold The Future" alle Tugenden, um als Klassiker des Genres gelten zu können. Endlich schaffen es die Flower Kings ihr Material so weit zu verdichten, dass der Spannungsbogen über das gesamte Album erhalten bleibt. Die starke musikalische Präsenz dreier nahezu gleichwertiger, kreativer Charaktere (Stolt, Bodin und Reingold), die exquisiten Kompositionen und Improvisationen und nicht zuletzt eine perfekte, sich nicht anbiedernde Produktion, machen aus "Unfold The Future" eines der besten Alben der Prog-Szene des Jahres 2002. [sal: @@@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Kansas "Proto-Kaw: Early Recordings from Kansas 1971-1973"

Archiv-Entdeckungen der besonderen Art
(CD; Cuneiform)

Gemeinhin werden Kansas nicht einmal in der Szene als sonderlich avantgardistisch gehandelt. Zwar ist das hinlänglich bekannte "Dust In The Wind" völlig untypisch für die Band, doch waren Kansas in den 70ern eine typische US-Prog-Band mit Anlehnung an Mainstream und Melodic Rock. Ihre Stärke war bestimmt nicht das Düstere, schon gar nicht das Innovative.
Völlig überraschend klingen deshalb die Aufnahmen, die jetzt auf "Proto-Kaw" veröffentlicht worden sind. Kerry Livgrens Ur-Kansas (die mit den späteren auch besetzungsmäßig nur wenig gemein hatten) klingen stark psychedelisch und sehr düster, jazzig und aggressiv – statt Boston assoziiert man hier die frühen Genesis, King Crimson oder Van Der Graaf Generator. Gerade wenn man mit den späteren Kansas nix am Hut hat, ist diese Scheibe hochinteressant; umgekehrt ist die Scheibe für eingefleischte Kansas-Fans gewiss harter Tobak. [sal: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de