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[ Inhalt ]Ausgabe #292 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Ed Kuepper "Smile.... Pacific"

Psycho-Folk? Trash-Pop?
(CD; Hot)

Edmund Kuepper ist ein alter Bekannter in vielen Plattenschränken der "Off-Mainstream-Hörer". Wir haben die Elektronik-Experimente und die diversen Saints und Aints und Laughing Clowns und so weiter alle eifrig zu verstehen und nachzuvollziehen versucht. Aber am besten ist der Ed, wenn er uns den elegischen einsamen Rufer gibt. Da ist er packend und ergreifend. Mit großer oder kleiner Band gleichermaßen. Seine Stimme ist das tragende Element von Platten und Konzerten, mit einer Intensität, der man sich nur schwer entziehen kann. Eben auf der Suche nach Analogien ist mir aufgefallen, dass Adrian Borland (The Sound) ziemlich ähnlich klang: expressiv und gleichzeitig zurückgenommen, manchmal wie mit einem Mund voll Zuckerwatte, kehlig und rauchig...
"Smile... Pacific" ist schon März 2000 als letztes Studioalbum Kueppers aufgenommen und August 2000 in die Plattenläden gekommen, aber der deutsche Importeur bringt uns die CD nun noch einmal zusammen mit der Raritäten-Nachlese "Out-Takes, Castaways, Pirate Women & Takeaways" als Neuheitenpaket. Seine kleinen Geschichten vom Verlieren und Lieben kommen melancholisch, aber in feinen Melodien daher ("Without You", "Everything In The World"). Peggy Lees "Fever" verstört in einer destruktivistischen Kracherversion, die allein schon das Album erwerbenswert macht. Die Jazz-Anklänge in "Get My Baby From Jail" und "Sinnerman" wirken logisch und nicht zu dick aufgetragen; "Pay Me My Money Down" ist eine frech-fröhliche Klage eines fahrenden Musikers, endlich die versprochene Kohle zu bekommen – und eine kleine Anspielung auf Kueppers Großvater, der, wie das Bild im Innencover zeigt, im Hamburg der 1930er Jahre eine Tanzkapelle hatte.
Nicht wieder übersehen, bitte, dieses Kleinod. [www: @@@@]



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