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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #243 vom 14.05.2001
Rubrik Feature

Sal's Prog Corner #10

So langsam kommt das progressive Jahr 2001 in die Gänge. Nach einigen positiven Überraschungen durch Newcomer in den vergangenen Wochen, haben nun die etablierten Bands Arena, Pendragon, Threshold und Transatlantic ihre Alben vorgelegt, darunter zwei Live-Alben. Weitere Ikonen (Marillion, Fish) werden in den nächsten Wochen mit ihren neuesten Studio-Alben folgen. [sal]


Arena "Breakfast In Biarritz"

Live-Dokument der letztjährigen Immortal?-Tour –
(2CD; Verglas/InsideOut)

Zu den Ikonen der Szene (auch nicht ganz unumstritten, ähnlich wie Pendragon) gehören Arena schon lange, nun legen sie ihr zweites Live-Album "Breakfast In Biarritz" vor, dass bei einem Gig der letztjährigen Immortal?- Tour mitgeschnitten wurde.
Ohne große Überraschungen spulen die Mannen um ex-Marillion-Drummer Mick Pointer und den allgegenwärtigen Keyboarder Clive Nolan einen repräsentativen Querschnitt durch das Œuvre der Band, natürlich mit besonderem Schwerpunkt auf dem letzten Album. Das klingt bisweilen routiniert, meistens jedoch recht ordentlich. Ohne bösen Willen kann man wohl sagen, dass das Album die Erwartungen der Fans nicht enttäuschen wird und mit der bombastischen, emphatischen Musik des Quintetts auch neue Freunde gewinnen kann.
Richtig klasse gemacht ist die halbstündige Dokumentation, die als CD-ROM-Track begefügt ist. [sal: @@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Pendragon "Not Of This World"

Marillion-Clone liefert solides Album
(CD; Pendragion Toff/ Inside Out)

Der Ruf der Band um Sänger Nick Barrett ist in der Szene nicht ganz makellos, gelten Pendragon doch als (perfekter) Marillion-Clone. Doch derweil sich das Original mittlerweile meilenweit vom Sound früherer Tage entfernt hat, ist beim 2001-Release Pendragons alles wie in der "guten, alten Zeit".
Niemand kann ernsthaft erwarten, dass er auf diesem Album Ansätze neuer oder eigenständiger Musik hören wird und doch muss man der Band einen gewissen Respekt zollen, denn die Kopie gerät nicht nur perfekt, sondern mitunter genauso dicht. Klar, dass alle Register, alle Klischees gezogen werden, doch kann man auch diesem neuen Werk einen gewissen Glanz nicht absprechen, den man beim letzten Output Marillions vermisst. Wer die früher Marillion mag, wird vermutlich Pendragon lieben. Musik muss sich nicht stets neu erfinden, auch nicht, wenn sie sich mit der Vokabel "progressiv" schmücken will. [sal: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Threshold "Hypothetical"

Prog-Metal mit persönlicher Note
(CD; InsideOut)

Die Briten von Threshold legen mit "Hypothetical" ihr fünftes Studioalbum vor und es unterscheidet sich so sehr von den üblichen Veröffentlichungen dieser Art, dass man es kaum glauben mag.
Der Sänger singt vorzüglich und brüllt nicht herum, die Gitarrenriffs sind rasiermesserscharf aber nicht plakativ, dazu jede Menge Keyboards und richtige Melodien, gespickt mit düsteren, ruhigen, pathetischen und hymnischen Momenten. Trotz der unüberhörbaren Härte präsentiert sich Threshold mit sattem Sound und durchaus mehrheitsfähig. Eine willkommene Alternative zum dumpf dümpelndem ProgMetal oder schnarchigem AOR.
Endlich mal eine ProgMetal- Band, die nicht klingt (oder klingen will) wie (die doch unnachahmlichen) Dream Theater. Starkes Album ohne Peinlichkeiten! [sal: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Transatlantic "Live in America"

Die Allstar-Band des Prog schlägt wieder zu –
(2CD; InsideOut)

Wenn sich die vier beliebtesten und erfolgreichsten Bands der Szene einfinden, dann scheint eine Sternstunde geradezu vorprogrammiert. In der Tat ist das vorliegende Live-Album der Herren Neal Morse (Spock's Beard - Gesang & Keyboards), Roine Stolt (The Flower Kings - Gitarre & Gesang), Pete Trewavas (Marillion - Bass) und Mike Portnoy (Dream Theater - Drums) ein kleines Juwel, dass die sentimentalen Herzen der Prog-Fans höher schlagen lässt.
Das Material des Debüt "SMTPe" wird eindrucks- und stimmungsvoll live umgesetzt; absolute Weltklasse sind die Cover-Versionen der Beatles-Klassiker "Magical Mystery Tour" und "Strawberry Fields Forever" und v.a. das großartige "Firth Of Fifth", gewaltiger Genesis-Klassiker und Manna für die Ohren. Klasse gemacht, Jungs! Transatlantic weiß, was Prog-Fans wünschen. [sal: @@@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


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