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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #204 vom 10.07.2000
Rubrik Feature

Peter's Honky Tonkin' #2

"Come dance, come enjoy/ The danzón of Don Blas" (The Blazers)

Diesmal ein "countryesker" Blick auf bloß zum Teil rootsige Musik – nicht nur aus dem wilden Westen der USA.


Blackhawk "Greatest Hits"

"Middle of the Road"-Country-Meterware
(CD; Arista)

Diese Veröffentlichung dient vielleicht hauptsächlich dazu, dass ihr nicht den Eindruck gewinnt, alles wäre in Ordnung und die Zeiten musikalischer Mittelmäßigkeiten mit großem Erfolg seien vorbei. Blackhawk sind in den USA seit ihrer Gründung Mitte der 90er supererfolgreich, praktisch jede Single in den Top 10. Und deshalb auch jede hier drauf. Das Ganze klingt vielleicht am ehesten wie die Country-Seite von John Hiatt ohne dessen textliches Können, ohne seine musikalische Finesse und natürlich ohne Kanten. Was bleibt, wenn man einem guten Songwriter und Musiker all das nimmt? You name it! [pb: @]


Dwight Yoakam "dwightyoakamacoustic.net"

Ein Mann und seine Gitarre, songorientiert!
(CD; Reprise)

Wir bleiben noch bei dem was man "echten Country" nennt – um genau zu sein: in diesem Fall "Bakersfield Sound". Dwight Yoakam hat Nashville schon lang in Richtung Kalifornien verlassen, wie schreibt die Plattenfirma so schön: "...seine Jeans waren zu eng und seine Ansichten von der Sache zu abwegig, als dass der durchschnittliche Flanellhemd- und Cowboystiefelträger ihn mit auf sein Pferd genommen hätte." So braucht er nur noch sich und seinen Fans etwas zu beweisen, und die wollten schon lange mal den puren Dwight auf einem Tonträger. 25 Songs hat er alleine eingespielt, neue sind keine dabei, quasi eine Greatest Hits-Auswahl, nur eben im Lagerfeuerstil, ein Mann und seine Gitarre. Yoakams Gitarrenarbeit ist exzellent und stimmlich klingt er wie gehabt, so wie Elvis wahrscheinlich manchmal gern geklungen hätte, nie aber ganz wie sein großes Vorbild Hank Williams. Wer das mag, wird mit "dwightyoakamacoustic.net" über sehr lange 78 Minuten gut bedient. Bleibt nur die Frage, warum das Album kein Cover bekommen hat. [pb: @@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Joshua Bell & Edgar Meyer feat. Sam Bush & Mike Marshall "Short Trip Home"

Relaxtes Klassik-Bluegrass-Crossover
(CD; Sony Classical)

Mit Traditionen nur noch liebäugeln tut dieses illustre Quartett. Edgar Meyer, inzwischen längst bekannt für sein Crossover verschiedenster Musikstile, spielt sich zusammen mit dem klassischen Violinisten Joshua Bell und den beiden vom Bluegrass kommenden Saitenvirtuosen Sam Bush und Mike Marshall durch ein höchst anspruchsvolles Programm. Komponierte Musik also, über die Sam Bush sagt: "Wenn jemand bei einem Bluegrass-Stück seinen Einsatz verpasst, dann spielen wir einfach so lange weiter, bis ein anderer einsetzt. Doch wenn hier jemand seinen Einsatz verpasst, sorgt das für einige Komplikationen." Zum Glück hat das niemand getan, so dass eine unglaublich spannende und zugleich relaxte Platte entstanden ist. Musikalisch von ungeheurer Finesse bietet sie bei jedem Hören Neues, ist aber trotzdem, so nebenher gehört, der ideale Soundtrack für den demnächst bestimmt wieder heißeren Sommer. [pb: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


The Blazers "Puro Blazers"

Pure, verschwitzte Großstadt-Latino-Musik
(CD; Rounder)

Auf ihrem vierten Album haben The Blazers aus East Los Angeles die E-Gitarren gegen typisch mexikanische Instrumente getauscht und bieten so eine feurige Mischung aus Tex-Mex, Cumbias und Polkas. Vergleichbar ist "Puro Blazers" vielleicht mit Los Lobos' "La Pistola Y El Corazon": Musik, die die Herzen der amerikanischen Latinos höher schlagen lässt, gespielt mit der Attitude einer "hard working roots-rock band". Dieses Album könnte eine der Platten des Sommers werden. [pb: @@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


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