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[ Inhalt ]Ausgabe #195 vom ..
Rubrik Frisch aus den Archiven

Lindisfarne & Alan Hull "The Complete BBC Recordings 1971-1975"

Folk-Rock-Legenden – 5 CD-Box mit frühen Live-Aufnahmen
(CD; EFA)

Vorab: Die Box ist wohl extrem limitiert, aber die vier einzelnen Bestandteile sind separat lieferbar. Komplettisten und Selektierer kommen beide auf ihre Kosten.
Die Titel der CDs im einzelnen: "We Can Swing Together" (BBC Concerts 1971, John Peel), "City Songs" (Konzerte bei Bob Harris und John Peel von 1971 und 1972), "Dealers Choice" (Konzerte 1973 und Bob Harris 1974), "Alan Hull - When War Is Over" (2CDs Live BBC 1973 und 1975 aus seinen Solo-Jahren).
Alles in allem gibt es sechs Versionen von "Lady Eleanor", "Fog On The Tyne" sowie "Train In G Major" je dreimal – nein, wir wollen nicht zu Erbsenzählern werden! Wie sich ein Song im Laufe von zwei, drei Jahren entwickelt, ist ziemlich spannend, wenn man hinhören mag. Der Harmoniegesang wird besser, je mehr 'Pints' die Herren intus haben, und ich mag halt diesen mittelenglischen 'Geordie'-Akzent.
Lindisfarne standen damals wohl auf ihrem Höhepunkt, wenn man so will. Ihre ersten LPs waren am stimmigsten und geschlossensten, verglichen mit dem späteren Auseinanderdriften von Alan Hull und dem Rest der Band. Sie verbreiteten gelöste, lockere Partystimmung, die Songs voller einfacher Refrains und Mitschunkel-Melodien, Micky-Maus-Stimmen und viel Spaß an der Musiziererei. Die Konkurrenz zu Fairport Convention konnten sie nie sein, dazu fehlte ihnen der intellektuelle Tiefgang und geniale Musiker wie Sandy Denny und Richard Thompson. Eben mehr für das Party-Volk, aber dafür sympathisch deftig und heftig! Die Aufnahmen aus den Archiven der BBC erfreuen auch wegen ihrer Geradlinigkeit und ansteckenden Spiellaune und der Begeisterung des Publikums (die wohl auch alle ihre Pints geschluckt haben ;-).
Alan Hull wollte ja Texte mit mehr Anspruch bringen, als die, pardon, Spaß- und Suff-Lyrik der alten Band zuließ. Die Musiker nahm er von Lindisfarne auf seinen Solo-Trip mit, allerdings bestimmte er nun deutlicher den Kurs. Das Musikerleben hinterließ seine Spuren, Hull schrieb über den öden Touralltag, die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol, den Krieg in scheiternden Beziehungen in "When The War Is Over", solo zum Klavier, ergreifend gesungen. Ein Zeitdokument. [www: @@@@]



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