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[ Inhalt ]Ausgabe #187 vom ..
Rubrik Tipp der Woche

Norman Blake "Far Away, Down On A Georgia Farm"

Country & Western – Alte Gitarren & der Mann
(CD; Shanachie)

Schallplattenfrauen und -männer wissen hoffentlich wovon die Rede ist, wenn der Name Norman Blake fällt. Die letzte CD, noch im Duett mit Rich O'Brien eingespielt, ist nur halb so gut wie dieses Solo-Werk, obwohl genauso viel Zeit zur Einspielung vorhanden war, nämlich 3 Tage. Norman Blake ist weit weg (er sieht das natürlich anders) und wartet: "I think sometimes I see you coming back/ from some far, far away distant land..." Da sitzt er also auf seiner Farm und spielt eine 1933er Gibson Guitar und eine 1928er Martin und er spielt gut. Verdammt gut. Das ist Musik aus dem Herzen. Nennt es Country-Music, aber vergleicht ihn bloß nicht mit Gauklern wie Garth Brooks oder Hypes wie den Dixie Chicks.
"If I die a roamin'/ in some distant land/ Take me to the graveyard/ way down in Alabam'/.../ You can take my banjo/ and hang it by the door/ Way down in sunny Dixie/ I won't need it no more..." Solche Textzeilen kommen ungefiltert und ohne Netz, glücklicherweise verzichtet er auf Arrangements, die vieles eh nur verkleben, denn seine Songs brauchen das nicht wirklich. Durch Norman Blakes Stimme lernen wir ein wichtiges Stück Amerika kennen, durch Norman Blakes Fingerpicking erfahren wir, dass die 00er Jahre zwar nicht an Typen wie Blake interessiert sind (zumindest was die Charts betrifft), aber das macht nichts, das war schon immer so. Liedern wie "Whiskey Deaf And Whiskey Blind", "Thelma Hatfield", dem Titelsong sowie dem Instrumental "And The Cat Came Back The Very Next Day" oder dem Binkley Brothers-Cover "Give Me Back My Fifteen Cents" kann die Zeit nichts anhaben, im Gegenteil: Da stecken nicht nur viele Jahre Erfahrung dahinter, sondern auch Eternity. Ganz große unspektakuläre Musik! [mh: @@@@@]



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